Ich bin in Berlin und es herrscht viel Rummel, so dass ich mich angestrengt fühle. M. hat ihren Laden an jemanden vermietet, und danach festgestellt, dass derjenige - entgegen der Befürchtungen - alles tip-top hinterlassen hat, und sogar neue, schönere Möbel hineingestellt hat. Dann fahren M. und ich nach Potsdam, wo ich eine Wohnung besichtige, in die ich mit M. ziehen möchte, weil ich dort eine neue Arbeit habe. Sie befindet sich in einem zweigeschossigen, mehrflügeligen Mietshaus, welches wunderschöne Gärten umschließt, und von dem man einen schönen Blick in die üppige, sommerliche Landschaft hat. Ich bin begeistert und nehme die Wohnung. Ich lerne ein paar meiner neuen Nachbarn kennen, die allesamt sympathisch sind, und sich freuen, dass ich da einziehe. Dann machen wir einen Spaziergang und geraten an einen kleinen Fluss mit einem Hain am Ufer, wo viele junge Leute in Gruppen sitzen und sich vergnügt unterhalten. Ich sage zu M., dass es eine gute Entscheidung war, hierherzuziehen, und empfinde in diesem Zuge starke Zärtlichkeit für sie.
Zu diesem Traum muss gesagt werden, dass ich am Abend vorher eher gestresst und etwas deprimiert eingeschlafen war, nach diesem Traum dann aber völlig positiv gestimmt aufwachte - eine Stimmung, die den ganzen Tag über anhielt. Der Traum markiert nach meinem Empfinden einen Wendepunkt. “Potsdam” steht für eine hochwertige Umgebung, und den Traum verstehe ich so als eine Hinwendung zu solch einer Umgebung. Einen direkten Zusammenhang zum realen Leben kann ich nicht erkennen bzw. mit Worten benennen. Das Gefühl, das mich aber den ganzen Tag über begleitete, entsprach genau der Wirkung, die solch eine Umgebung stets auf mich hat: ich fühlte mich völlig ruhig, gelassen und stark. Da hat offensichtlich eine Änderung stattgefunden, so etwas wie der im Traum erlebte Umzug.
Nicht zuletzt auch durch die Beschäftigung mit dem Thema in Wiki und Forum kam mir der Begriff “Lebenskraft” in den Sinn: Tatsächlich fühlte ich mich heute besonders stark und den Anforderungen des Tages besser gewachsen, als es in den vergangenen Tagen noch der Fall gewesen war. Selbst auf der Lehrerkonferenz am Nachmittag, die sich elend lang hinzog, und bei der die Leiterin der Schule sich wieder durch ihre aufgeregte und mitunter aggressive Art hervortat, fühlte ich mich kein bisschen ungeduldig oder eingesperrt, vermochte das Ganze auch von der humorvollen Seite her zu sehen und sogar zu genießen. Ich besaß einfach mehr Kraft, mich in der Welt zu bewegen. Das passt auch insofern zu dem Traum, als dass er vorwiegend weltliche Dinge zum Thema hat: Arbeit, Wohnung, Freunde und nicht zuletzt meine Lebenspartnerin.