Archiv für die Kategorie ‘Träume’

Traum vom Möbelstück im Bus

Mai 20, 2008

Ich sitze in einem vollbesetzten Bus auf einem Sitzplatz am Gang. Eine Gruppe Frauen steigt ein, die ein großes Möbelstück dabei haben (eine Kommode oder so), das sie in den Gang stellen, genau neben mich. Es ist so groß, dass es haargenau in den Gang passt und alles blockiert. Ich fühle mich beengt, bekomme so etwas wie Platzangst, scheue mich aber dennoch zunächst, etwas zu sagen. Das Gefühl der Beengung wird aber irgendwann unerträglich, geradezu panisch, so dass ich mich doch beschwere bzw. frage, warum sie dieses Ding im Bus transportieren müssten, es gäbe schließlich genug preiswerte Transportunternehmen. Entgegen meiner Erwartungen geben mir die Frauen Recht, dass das Möbelstück unpassend für den Bus sei, und entschuldigen sich.

Der Traum hat mit M.´s Projekt zu tun, welches ich immer mehr als Belastung auch für mich wahrnehme. Der Traum drückt es gut aus: es ist eine beengende Angst, die darin besteht, dass ich mich in gewisser Weise verantwortlich für M. und ihre Situation fühle. Ich sitze sozusagen im selben Bus mit ihr - so suggeriere ich mir zumindest. Dadurch mache ich mich unfrei.

Traum von der Party der Hausangestellten

April 20, 2008

Ich komme ins Haus meiner Eltern (kein real existierendes Haus) und möchte hinein. Ich bemerke Stimmen, die herauskommen, obwohl es leer sein sollte, und stelle dann fest, dass eine Hausangestellte, die eigentlich damit beauftragt war, auf das Haus aufzupassen, all ihre Verwandten und Freunde eingeladen hat, die dort eine Party feiern. Es ist aber keine richtige Party, sondern eher eine Sektenveranstaltung mit irgendeinem Pfarrer oder Guru, der Reden hält, und dem lauthals zugejubelt und applaudiert wird. Ich trete ein und möchte die Leute hinausschicken, die dabei fürchterlich enttäuscht sind, und mich davon zu überzeugen versuchen, doch mitzumachen. Ich möchte das aber nicht, werde richtig wütend und schicke sie ziemlich brüsk und resolut vor die Tür, auch die Kinder und alten Leute.

Das Haus im Traum bin ich, und ich bemerke, dass sich Dinge eingeschlichen haben, die da nicht hingehören. Der Traum erinnerte mich spontan an das Gleichnis mit den Hausangestellten bei Ouspensky. Der markanteste Teil des Traumes war der Wutanfall. Ich denke, der Traum hängt auch mit dem Energieschub des vorangegangenen Tages zusammen, der sich so ähnlich anfühlte, und der mich dazu brachte, einen Haufen Dinge zu erledigen bzw. zu entrümpeln. Die Wut ist auch die Wut über mich selbst, gewisse Dinge liegengelassen bzw. vernachlässigt zu haben, für die ich eigentlich selbst verantwortlich bin, nicht irgendwelche Angestellten. Der Priester oder Guru könnte für Verblendung stehen, wiewohl mir nicht klar ist, um welche Art von Verblendung.

Traum von der Verliebtheit

März 18, 2008

Ich erinnere nur noch wenige Fragmente des Traumes, aber die dadurch erweckten Gefühle waren sehr intensiv und dauerten noch lange nach dem Erwachen an:

Ich lerne eine Frau kennen, die mich stark an V. erinnert, ein Mädchen aus meiner Klasse, in die ich einmal hoffnungslos verliebt war, mit braunem Haar und schmalem Gesicht. Wir befinden uns auf einem Fest feiner Leute (ich glaube, es sind sogar ihre Eltern), wobei ich mich unwohl fühle, irgendwie nicht gut genug. Es geht darum, irgendwelche Dinge zu organisieren und danach unerkannt zu flüchten. Ich suche schüchtern ihre Nähe und sie weist mich nicht zurück, sondern wird meine Komplizin. Ich bin restlos verliebt.

Zu dem Traum passt, das ich am Abend zuvor kurz den Wunsch verspürte, mich wieder einmal neu zu verlieben und diesbezüglich ganz neue Wege zu gehen. Als ich am Morgen erwachte und dieser Traum immer noch nachhallte, war ich erstaunt über die Innigkeit, mit der ich in diese Traumfrau verliebt war. Gleichzeitig empfand ich wieder Schalheit, was die Realität angeht.

Traum vom Abrutschen

Februar 26, 2008

In einer felsigen Berglandschaft liege ich neben M. auf einer kleinen Steinterrasse, die leicht zum Abhang hin angeschrägt ist. Ich liege auf der Abhangseite, M. hält mich in den Armen. Ich merke, wie wir langsam ins Rutschen kommen und bekomme große Panik, versuche mich irgendwo festzuhalten, kann es aber nicht, weil die Umarmung von M. mich daran hindert. Wir rutschen immer weiter, wobei ich versuche, es M. mitzuteilen, aber sie hört nicht. Ich weiß, dass bald ein großer Canyon kommt, in den wir hineinstürzen werden. In der Luft fliegen ein paar Vögel ganz weit oben. Wir rutschen zwar tatsächlich weiter, jedoch gelangen wir an eine flache, feuchte Kuhle, so dass keine Gefahr mehr droht.

Der Traum ist Ausdruck meiner unruhigen, zweifelnden Gefühle, M. betreffend. Die karge, felsige Berglandschaft steht für die anstrengende, arbeitsreiche Zeit, in der wir uns gerade befinden.

Traum von der Veränderung

Januar 23, 2008

Ich bin in Berlin und es herrscht viel Rummel, so dass ich mich angestrengt fühle. M. hat ihren Laden an jemanden vermietet, und danach festgestellt, dass derjenige - entgegen der Befürchtungen - alles tip-top hinterlassen hat, und sogar neue, schönere Möbel hineingestellt hat. Dann fahren M. und ich nach Potsdam, wo ich eine Wohnung besichtige, in die ich mit M. ziehen möchte, weil ich dort eine neue Arbeit habe. Sie befindet sich in einem zweigeschossigen, mehrflügeligen Mietshaus, welches wunderschöne Gärten umschließt, und von dem man einen schönen Blick in die üppige, sommerliche Landschaft hat. Ich bin begeistert und nehme die Wohnung. Ich lerne ein paar meiner neuen Nachbarn kennen, die allesamt sympathisch sind, und sich freuen, dass ich da einziehe. Dann machen wir einen Spaziergang und geraten an einen kleinen Fluss mit einem Hain am Ufer, wo viele junge Leute in Gruppen sitzen und sich vergnügt unterhalten. Ich sage zu M., dass es eine gute Entscheidung war, hierherzuziehen, und empfinde in diesem Zuge starke Zärtlichkeit für sie.

Zu diesem Traum muss gesagt werden, dass ich am Abend vorher eher gestresst und etwas deprimiert eingeschlafen war, nach diesem Traum dann aber völlig positiv gestimmt aufwachte - eine Stimmung, die den ganzen Tag über anhielt. Der Traum markiert nach meinem Empfinden einen Wendepunkt. “Potsdam” steht für eine hochwertige Umgebung, und den Traum verstehe ich so als eine Hinwendung zu solch einer Umgebung. Einen direkten Zusammenhang zum realen Leben kann ich nicht erkennen bzw. mit Worten benennen. Das Gefühl, das mich aber den ganzen Tag über begleitete, entsprach genau der Wirkung, die solch eine Umgebung stets auf mich hat: ich fühlte mich völlig ruhig, gelassen und stark. Da hat offensichtlich eine Änderung stattgefunden, so etwas wie der im Traum erlebte Umzug.

Nicht zuletzt auch durch die Beschäftigung mit dem Thema in Wiki und Forum kam mir der Begriff “Lebenskraft” in den Sinn: Tatsächlich fühlte ich mich heute besonders stark und den Anforderungen des Tages besser gewachsen, als es in den vergangenen Tagen noch der Fall gewesen war. Selbst auf der Lehrerkonferenz am Nachmittag, die sich elend lang hinzog, und bei der die Leiterin der Schule sich wieder durch ihre aufgeregte und mitunter aggressive Art hervortat, fühlte ich mich kein bisschen ungeduldig oder eingesperrt, vermochte das Ganze auch von der humorvollen Seite her zu sehen und sogar zu genießen. Ich besaß einfach mehr Kraft, mich in der Welt zu bewegen. Das passt auch insofern zu dem Traum, als dass er vorwiegend weltliche Dinge zum Thema hat: Arbeit, Wohnung, Freunde und nicht zuletzt meine Lebenspartnerin.