Präsenz 06.05.08
In der Mittagspause sitze ich vor einer Bäckerei und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Die Präsenz steigt, und im selben Maße nimmt das Gefühl zu, alles um mich herum sei eine Art Traum. Irgendwie unwirklich und ohne Substanz: die Leute, die an mir vorüberlaufen, die Geräusche der Straße, sogar die Luft, die ich atme. Es ist aber kein unangenehmens Gefühl, sondern eher von Leichtigkeit getragen. Ich fühle mich in dem Wissen geborgen, dass alles irgendwie seinen Gang geht, und dass das mit oder ohne mich genauso wäre. Da ist nichts, was mich “zieht”.