“Entspannt”
“Entspannt” war der Grundzustand des heutigen Tages. Selbst als ich plötzlich während des Unterrichts in eine eher stressige Situation geriet, verfiel ich nicht in Hektik, sondern nahm es humorvoll. D.h.: Ich lachte über meine eigene Unzulänglichkeit, mit dem Erfolg, dass die Situation sich von selbst auflöste.
Dennoch kommt mir diese Entspannung irgendwie trügerisch vor. Sie fühlt sich ein wenig so an, als wäre ich in Watte gepackt und auf unheimliche Art und Weise lethargisch. Die Dünnhäutigkeit der vergangenen Tage war wie weggeblasen, und ich schiebe das nicht zuletzt auf den Sex der letzten Nacht zurück. Ich bin im besten Sinne des Wortes befriedigt, weiß aber auch um die Ambivalenz dieses Zustandes, der rein körperlicher Natur ist. Immerhin ist er ein Hinweis auf den direkten Zusammenhang meiner Wahrnehmung und das körperliche Wohlbefinden.